Ein wenig stoische Gelassenheit gefällig?

Was für ein gelassenes Leben nötig ist. Inspirationen aus Philosophie von der Stoa bis in die Moderne. Ein philosophischer Abend gestaltet vom Kitzbühel Country Club und Street Philosophy, mit der Referentin Prof. Dr.Dr. Katharina Ceming, am 5. Februar 2016.

„Der höhere Mensch hat Seelenruhe und Gelassenheit, der gewöhnliche ist stets voller Unruhe und Aufregung.“ Konfuzius

Stress scheint eine der größten Herausforderungen des modernen Lebens geworden zu sein. Von daher verwundert es auch nicht, dass sich immer mehr Menschen nach Mitteln und Wegen suchen, um dem Stress zu entkommen, bzw. besser mit dem Stress umgehen zu können. Kurse, Seminare, Ratgeber zum Thema Gelassenheit boomen daher seit einigen Jahren.

Gelassenheitstrainings sind aber keine Erfindung der stressgeplagten Moderne. Bereits in der griechischen Antike war die Gelassenheit in fast allen großen philosophischen Schulen eines der erklärten Lebensziele des philosophischen Menschen.

Das stoische Gemüt ist heute noch sprichwörtlich und verweist darauf, dass in der Tradition der Stoa die Unerschütterlichkeit der Seelenruhe im Zentrum ihrer Lebenspraxis stand. Aber auch der völlig zu Unrecht als wilder Lüstling denunzierte Philosoph Epikur sah in der Seelenruhe das höchste Ziel des Menschen. Den deutschen Begriff der Gelassenheit verdanken wir dem großen mittelalterlichen Philosophen und Mystiker, Meister Eckhart, der mit seinen Gedanken u.a. Martin Heidegger inspirierte.

Wer heute nach mehr Gelassenheit im eigenen Leben sucht, tut gut daran, einen Blick in die philosophische Tradition zu werfen, denn in einem waren sich alle philosophischen Schulen einig, so unterschiedlich ihre Lehren sonst auch waren, Gelassenheit ist etwas, was sich aus einer bestimmten Lebenshaltung speist.Und zwar aus einer Lebenshaltung, die erkennt, dass es relativ sinnlos ist die Außenwelt den eigenen Vorstellungen und Ansprüchen anpassen zu wollen, da wir auf die äußeren Umstände nur sehr bedingt Zugriff und Verfügungsvermögen haben.

Sinnvoller ist es, das zu verändern, worauf wir Einfluss haben, nämlich unsere Überzeugungen und Haltungen.

Eine Veranstaltung vom Kitzbühel Country Club und Street Philosophy

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Prof. Dr. Dr. Katharina Ceming ist außerplanmäßige Professorin an der Universität Augsburg sowie freiberufliche Seminarleiterin und Publizistin. Nach ihrem Studium der katholischen Theologie und Germanistik an der Universität Augsburg und einer Promotion im Fach Philosophie zu Meister Eckhart und Johann Gottlieb Fichte, habilitierte sie in 2002 in Fundamentaltheologie mit einer Studie zur mystischen Theologie im Christentum, Hinduismus und Buddhismus.

Im Anschluss an eine dreijährige Professorentätigkeit an der Universität Paderborn, erwarb sie im Jahr 2009 mit einer Arbeit über das Verhältnis von Menschenrechten Und Religionen noch einen theologischen Doktortitel. Im April 2008 erhielt sie den Mystikpreis der Theophrastus Stiftung. Mit ihrer Fähigkeit komplexe Sachverhalte auch interessierten Laien nahezu bringen, gelang es ihr, in ihrer mehr als zehnjährigen Lehrtätigkeit unterschiedliche Personen- und Altersgruppen für philosophischen und spirituelle Fragen zu begeistern.

Neben einer regen Vortrags- und Seminartätigkeit ist sie zudem Autorin erfolgreicher Bücher.

Unsere Referentin, Frau Prof. Dr.Dr. Ceming, denkt:
„Gelassenheit ist die Kunst das Leben zu nehmen wie es kommt, ohne in Fatalismus zu verfallen.“

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